Great Ocean Road und Yarra Valley

Von Melbourne ging es mit dem Mietwagen direkt nach Port Campbell. Um Weihnachten ist hier Hochsaison und die Great Ocean Road sehr voll. Da in Australien Sommerferien sind und so auch die Australier selbst viel am Reisen sind.

Ich hatte vorher im Internet recherchiert und es wurde empfohlen die Great Ocean Road in umgekehrter Richtung (also zurück Richtung Melbourne) zu fahren um so etwas den Massen zu entkommen. Die meisten machen diese Tour von Melbourne aus als Tagestour und fahren abends wieder zurück. Daher ist es abends und morgens ruhiger. Wir haben 2 Nächte an der Great Ocean Road verbracht, die erste Nacht in Port Campbell und die zweite in Apollo Bay.

Port Campbell ist ein kleiner Ort am Meer und hat uns sehr gut gefallen. Von hier aus ist es nicht weit zu den Hauptattraktionen der Great Ocean Road, wie zum Beispiel den bekannten 12 Aposteln.

Wir hatten eine schöne Unterkunft in Port Campbell, sogar mit einem Balkon mit Meerblick, nur leider ohne Frühstück. (Lorch Ard Motor Inn)

Nachdem wir uns etwas auf dem Zimmer von der Fahrt erholt hatten, sind wir die Great Ocean Road noch ein kleines Stück weiter nach oben gefahren, Richtung Peterborough. Hier kommt man an 3 Aussichtspunkten vorbei: the Arch, London Bridge und the Cove


Am beeindruckendsten war die London Bridge, die jedoch teilweise vor einigen Jahren eingestürzt ist.
In Peterborough haben wir uns im General Store mit Kaffee und Kuchen eingedeckt und uns dort etwas an den Strand gelegt. Die General stores hier sind echt prima und man bekommt hier ein bisschen von allem.. 😉

Der Strand in Peterborough war super, wenig los und sehr schön. Allerdings war das Wasser super kalt und der Wind der vom Meer her wehte ebenfalls.. so dass wir nicht mehr als mal unseren Fuß ins Wasser gestreckt haben.. 😉


Abends sind wir in Port Campbell in ein Restaurant direkt am Wasser essen gegangen. Eigentlich war es ein Schnellimbiss, denn etwa 5 Minuten nachdem wir das Essen an der Kasse bestellt und bezahlt hatten, war es auch schon da.. 😉 Es gab Fisch und Chips, ein typisches Essen, das es hier wirklich überall gibt.. 😉


Nachdem Essen sind wir noch zu den 12 Aposteln gefahren um dort den Sonnenuntergang zu sehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass hier abends weniger Touristen als tagsüber sind, da die ganzen Tagestouristen bereits weg sind.
Die 12 Apostel sind wirklich beeindruckend und auf jeden Fall das Highlight der Great Ocean Road. Auch wenn mittlerweile durch die Erosion des Meeres leider nicht mehr alle 12 Apostel vorhanden sind.
Das Licht am Abend war super schön, so dass ich unzählige Fotos von den Aposteln in unterschiedlichem Licht geschossen habe.. nur schwierig nun die besten Fotos davon auszuwählen.. 😉


Nach dem Sonnenuntergang wurde es schnell sehr frisch, wir sind aber trotzdem noch etwas dort geblieben um die Pinguine, die hier nach Sonnenuntergang an Land gehen sollen, zu sehen. Leider hatten wir kein Glück und nachdem wir eine halbe Stunde ausgeharrt hatten, war es uns zu kalt und wir sind lieber wieder zurück in unsere Unterkunft gefahren.

Am nächsten Tag sind wir etwas später als ursprünglich geplant gestartet, da wir im Café leider fast eine Stunde auf unser Frühstück warten mussten, es war ziemlich viel los..
Dieser Tag war mit Abstand der heißeste unserer Zeit in Australien und wir hatten über 40 Grad.

Daher waren wir froh die Apostel bereits am Tag zuvor angeschaut zu haben. Wir haben an den beiden anderen Stopps den Gibson steps und the arch gorge nur kurz gestoppt. Es war einfach zu heiß um das klimatisierte Auto zu verlassen.. 😉


Weiter ging es in den Otway Nationalpark, einer super Gegend um Koalas zu sehen. Und wir hatten tatsächlich auch Glück und haben mehrere Koalas gesehen. Wobei Koalas eigentlich den ganzen Tag nur in den Bäumen hängen und pennen. Sie schlafen 20 Stunden am Tag.


Wir sind im Otway Nationalpark zu einem Leuchtturm gefahren. Hier war uns allerdings der Eintrittspreis zu teuer, so dass wir ihn uns nur aus der Ferne angesehen haben.. 😉


Im Anschluss ging es in unser Hotel in Apollo Bay im klimatisierten Zimmer darauf warten, dass die Temperaturen abends durch den kühlen Wind vom Meer wieder sinken.. 😉 dies ist zum Glück auch passiert und zur späteren Zeit war der Ort dann auch etwas leerer und ruhiger.
Auch hier gibt es einen schönen langen Strand sowie einige Cafés und Restaurants. Wir haben uns einen Crêpes und einen Kaffee gegönnt. Für mich gab es sogar einen Eiskaffee und damit gleich die doppelte Kalorienbombe.. 😉


Am nächsten Tag haben wir uns unser Frühstück aus einer Bäckerei geholt, um nicht wieder 1 h auf unser Frühstück warten zu müssen.. 😉
Dann ging es weiter die restliche Great Ocean Road entlang zurück Richtung Melbourne und anschließend ins Yarra Valley, einer Weinregion.

Das letzte Stück der Great Ocean Road, das wir gefahren sind, hatte zwar nicht mehr ganz so viele spektakuläre Ausblicke, dafür ging es nun aber tatsächlich mal richtig am Meer entlang. Daher war es auch super schön und wir haben viele schöne Strände gesehen. Zuvor ging die Great Ocean Road auch viel durchs Landesinnere oder durch den Wald.


Danach ging es ins Yarra Valley, einer bekannten Weinregion hinter Melbourne. Es war eine relativ lange Fahrt von Apollo bis dorthin, so dass wir uns nachdem wir angekommen sind erstmal etwas ausruhen mussten.. 😉 außerdem mussten wir feststellen, dass ich zwar eine Unterkunft im Yarra Valley gebucht hatte, die allerdings etwa eine halbe Stunde von der eigentlichen Weinregion entfernt war.. 😉
Unser Unterkunft war aber trotzdem super schön und auch der Ort Warburton war ein netter Ort direkt am Fluss Yarra gelegen, so dass es uns hier trotzdem sehr gut gefallen hat.. 😉


Am Tag unserer Ankunft in Warburton war Silvester und unsere nette Gastgeberin hatte angeboten für uns zu kochen. So dass wir nach einem Spaziergang am Fluss entlang, einen entspannten, ruhigen Abend in unserer Unterkunft mit einer Flasche Wein hatten. Mal ein sehr unstressiges und ruhiges Silvester, auch nicht schlecht.. 😉

Am nächsten Tag ging es nach einem super Frühstück in unserer Unterkunft dann endlich in die eigentliche Weinregion zum Wein probieren. 😉

Leider waren durch den 1ten Januar und dadurch dass es ein Mittwoch war viele Weingüter geschlossen. Zum Glück waren jedoch nicht alle geschlossen, so dass wir uns trotzdem einige Weingüter anschauen konnten und auch ein paar Weine probieren konnten.

Zu den bekanntesten Weingütern zaehlen: Moet & Chandon, Oakridge, Yarra Yerring. Es gibt aber auch einige kleinere, die weniger bekannt sind aber auch einen hervorragenden Wein haben, wie z.B. Helen & Joy, Maidens Rise. Die meisten Weingüter haben ein sog. open Cellar Door (offene Kellertür), d.h. einen Weinprobierbereich. Viele der Weingüter sind von bekannten Architekten gestaltet und beherbergen auch Spitzenrestaurants.

Wir waren allerdings etwas überrascht über die Flaschenpreise. Bei den günstigeren Weingütern gab es Weine ab ca. 25Euro pro Flasche. Bei den teurere Weingütern waren die Preise schnell dreistellig. Die bewirtschaftete Fläche pro Weingut ist verhältnismässig klein und vieles wird in Handarbeit gemacht. Das führt zu einer hervorragenden Qualität, die allerdings ihren Preis hat.

Die Weingüter befinden sich meist mitten im Weinberg, d.h. die Aussicht ist spektakulär.


Wir hatten einen super schönen Tag in der Weinregion und haben den Abend mit Grillen auf der Terrasse unserer Unterkunft beendet. Ein rundum gelungener Start ins neue Jahr.. 😉


Am nächsten Morgen war auch schon unser letzter Tag in Australien gekommen. Nach einem weiteren super Frühstück in unserer Unterkunft haben wir uns auf den Weg Richtung Flughafen gemacht.
Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein Gintasting in der Four Pillar Gin Destillerie gemacht. Dies ist ein bekannter australischer Gin, der der beste der Welt sein soll.


Nachdem Gin Tasting haben wir noch kurz ein Mittagessen in einem Weingut gegessen und dann ging es ab zum Flughafen und weiter nach Neuseeland.


Auch dieses Mal ging am Flughafen eigentlich alles recht schnell. Melbourne hat einen sehr modernen Flughafen auf dem vieles automatisiert ist. Dann ging es mit einer kleinen Verspätung mit dem Flieger in 3 h nach Neuseeland, nach Christchurch auf die Südinsel. Wir sind schon sehr gespannt was uns in Neuseeland und auf unserer Rundreise mit dem Camper alles erwarten wird.. 😉 Leider sieht die Wettervorhersage eher kalt und regnerisch aus, aber mal sehen.. 😉

Australien hat uns auf jeden Fall sehr gut gefallen, auch wenn der anfängliche Start in Sydney etwas holperig war.. 😉 Melbourne, die Great Ocean Road und das Yarra Valley haben uns super gut gefallen. Wir hatten auch großes Glück mit dem Wetter, bis auf den einen heißen Tag. Von den Waldbränden waren wir zum Glück ebenfalls nicht betroffen. Dieses Jahr sollen diese leider besonders schlimm sein.

Und so können wir abschließend sagen: Australien war toll und wir würden auch gerne wieder kommen, wenn es nur nicht so verdammt weit weg wäre von Deutschland.. 😉

Denn wir konnten in den 10 Tagen natürlich nur einen kleinen Bruchteil des riesigen Lands sehen, das fast so groß wie Europa ist..

Achso, in Australien wird, genauso wie in Neuseeland auch, auf der linken Seite gefahren. Das war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, sowohl für Bei-, als auch für Fahrer.. 😉 insbesondere das Betätigen des Blinkers war eine Herausforderung, da er auf der anderen Seite ist und wir häufig stattdessen den Scheibenwischer betätigten.. 😉 beim Abbiegen muss man schon etwas aufpassen, dass man nicht instinktiv auf die rechte Seite fährt, aber ansonsten ging es eigentlich überraschend gut.. 😉 in Neuseeland können wir nun ja auch noch etwas weiter üben.. 😉

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