Neuseeland – 5 Wochen auf 8 Quadratmetern

Nach Neuseeland wollten wir schon immer mal gerne, aber es ist von Deutschland aus einfach so unglaublich weit entfernt.. und dann ist Neuseeland mit seiner Nord- und Südinsel auch noch so groß.. Wann hat man schon mal so lange Urlaub, dass es sich überhaupt lohnen würde dorthin zu fliegen!?
Also war jetzt die Gelegenheit für uns! Wir waren von China aus bereits deutlich näher dran als von Deutschland aus und hatten noch dazu endlich mal genügend Zeit.. und so ging es für uns in 5 Wochen mit dem Camper über beide Inseln.. 😉

Gestartet sind wir in Christchurch auf der Südinsel. Hier haben wir eine Nacht verbracht bevor wir unseren Camper abgeholt haben. In Christchurch gibt es nicht so wirklich viel anzuschauen, mussten wir fest stellen. Es gab es im Jahr 2011 ein schlimmes Erdbeben bei dem große Teile der Stadt zerstört wurden. Es gibt eine schöne alte Straße, die man sich anschauen kann, die New Regent Street. Ansonsten kann man mit einer alten Straßenbahn durch die Stadt fahren und sich den botanischen Garten anschauen.

Nachdem wir damit durch waren, ging es mit dem öffentlichen Bus unseren Camper abholen. Nach 1 h Busfahren waren wir endlich da, Eurocamper, unsere Autovermietung, lag leider ziemlich außerhalb und zu Anfang unseres Urlaubs wollten wir noch etwas Geld sparen.. 😉

Nachdem wir unsere „fahrende Kloschüssel“, wie Patrick sie liebevoll nannte, abgeholt hatten, ging es in eine Weinregion in der Nähe von Christchurch. Wir wollten es erstmal langsam angehen und uns etwas im Camper einrichten und uns aneinander gewöhnen.. 😉 außerdem haben wir in Australien Weinregionen, Weinproben und Weingüter sehr zu schätzen gelernt.. 😉

Auch in Neuseeland wurden wir hier in dieser Hinsicht nicht enttäuscht. Wir haben leckeren Wein probiert, und direkt mit der ersten Flasche neuseeländischen Wein für unsere Reise eingedeckt und lecker gegessen.. 😉

Dann war es allerdings Zeit uns auf zu unserer richtigen ersten Station zu machen, Richtung Lake Tekapo und Mount Cook. Eine ganz schön lange Fahrt.. wobei auch eine recht schöne Strecke auf der es unterwegs einiges zu sehen gab.


Abends um 19 Uhr waren wir dann auch endlich auf unserem Campingplatz angekommen. Am nächsten Tag mussten wir erstmal Wäsche waschen.. 😉 Mittlerweile waren wir seit China ja bereits 2 Wochen unterwegs.. 😉

Im Anschluss wollten wir den Hooker Valley Track laufen, allerdings hatte es mittlerweile angefangen zu Regen, so dass wir 2 h in unserem Camper auf das Ende des Regens warteten.. 😉 später kam aber sogar die Sonne raus und wir hatten auf unserer Wanderung super schöne Ausblicke auf den Mount Cook.


Am Tag drauf ging es weiter nach Dunedin bzw. zur Otago Peninsula, unserer zweiten Station.

 

Unterwegs haben wir uns einen kleinen Sandsteincanyon angeschaut und mal wieder halt zum Mittagessen in einem Weingut gemacht.. 😉 Hier kann man einfach immer super gut sitzen und essen.. 😉 und natürlich auch Wein probieren.. 😉


Danach wurde es leider unglaublich stürmisch und wir mussten teilweise mit unter 50 km/h fahren. War ziemlich beängstigend wie unser Camper gewackelt hat und auf der Straße hin und her geworfen wurde.. Mit seinem sogenannten „High Top“ und seiner relativ geringen Breite, war er unglaublich windanfällig.. Als wir endlich auf unserem Campingplatz angekommen waren, waren wir ganz schön erleichtert und auch ganz schön erschöpft..
Hier mussten wir leider auch eines der wenigen Male in unserem Camper essen, es war einfach zu windig und zu kalt um draußen zu essen..

Generell war es auf der ganzen Südinsel relativ kalt, wir hatten tagsüber nur so um die 12 Grad und nachts nur einstellig. Es wurde auch im Camper unglaublich kalt, wir hatten zum Glück zusätzlich noch ein paar dünne Schlafsäcke dabei, haben aber trotzdem nachts gefroren. Für die Temperaturen waren unsere Schlafsäcke einfach nicht gedacht und im Camper gab es leider keine Gasheizung..

Am Tag drauf war es zwar noch ziemlich windig, aber zum Glück nicht mehr ganz so stürmisch, so dass wir uns die Otago Halbinsel anschauen konnten. Eines unserer Highlights auf unserer Rundreise.


Hier gibt es eine Royal Albatross Station, auf der man die riesigen Vögel sehen kann. Der Royal Albatross ist der zweit größte Albatross und verbringt fast sein komplettes Leben auf dem Meer. Er kommt lediglich zur Paarung und zum Nisten und Brühten an Land. Aktuell waren mehrere Albatrosse dort am brühten und wir konnten außerdem zwei von ihnen beim Fliegen beobachten.

Die Spannweite seiner Flügel ist wirklich unglaublich und beträgt bis zu 3 Metern..
Danach sind wir zur Sandfly Bay gefahren. Ein unglaublich schöner Strand mit Dünen auf dem man Seelöwen beobachten kann. Die chillen hier einfach so am Strand rum, bei dem ersten den wir gesehen haben, dachte ich zuerst er sei tot.. 😉 weil er einfach nur so um Sand rum lag und sich null bewegt hat.. 😉
War auf jeden Fall ein cooles Erlebnis so nah mal an die Seelöwen ran zu können. Wenn man ihnen zu nah kam, haben sie es einem allerdings auch wissen lassen.. 😉


Der Strand heißt übrigens zum Glück nicht wegen den Sandfliegen so, sondern weil der Sand hier fliegt.. 😉 Sandfliegen gibt es auf der Südinsel leider sehr viele und die Stiche jucken unglaublich, dies durften wir auf unserer Weiterreise noch fest stellen.. 😉
Auf der Otago Halbinsel haben wir uns noch ein Schloss angeschaut und dann ging es am nächsten Tag zurück nach Dunedin.


Dunedin wird das Schottland von Neuseeland genannt. Es gibt hier ein paar schöne alte Gebäude und vor allem einen schönen alten Bahnhof zu sehen.
Aber ansonsten gibt es hier auch nicht besonders viel zu machen. Nach einem Stop in einem Outdoor Laden, in dem wir einen Liegestuhl für Patrick gekauft haben, ging es weiter zum Nugget Point.

Einem Leuchtturm mit vielen kleinen Inseln davor, hier kam es früher leider zu vielen Schiffbrüchen. Ist aber ein schöner Ort zum Anschauen und auch ein beliebtes Fotomotiv.


Ansonsten hat uns die Gegend „the Catlins“ nicht sonderlich beeindruckt. Es ist eine relativ raue und einsame Küste, an der es viele Sandfliegen und ansonsten nicht sonderlich viel zu sehen gibt.. 😉 zumindest nicht bei kaltem, schlechten Wetter wie wir es hatten. Daher haben wir uns schnellst möglich weiter auf Richtung Te Anau und Milford Sound gemacht. Eine Gegend mit Fjorden, ähnlich wie in Norwegen. Hier hatten wir mal genug vom Frieren und haben uns eine Pause vom Campen gegönnt und ein kleines Cottage gemietet.. 😉 wobei wir allerdings fest stellen mussten, dass es selbst in diesem nachts echt kalt wurde..

Von Te Anau muss man noch einmal fast 2 h fahren um in den eigentlichen Milford Sound zu kommen. Ein Sound ist so etwas ähnliches wie ein Fjord, wobei es wohl ein paar kleine, aber feine Unterschiede gibt, optisch sehen sie aber sehr ähnlich aus.. 😉 Hier haben wir eine Bootsfahrt gemacht, quasi das Muss wenn man schon mal hier ist.. 😉


Nächste Station war dann Queenstown, das Adrenalin Zentrum von Neuseeland. Also mussten wir natürlich auch etwas abenteuerliches unternehmen.. 😉 angefangen haben wir mit einer Fahrt mit der Gondel auf den „Hausberg“ von Queenstown und oben auf dem Berg mit einer etwas anderen Sommerrodelbahnfahrt.. 😉


Am Tag darauf sind wir mit einem Jetboot auf dem Fluss rum geheizt, es fährt in einem recht engen Canyon artigen Abschnitt des Flusses und macht dabei auch häufiger mal einen „threesixty“.. 😉 eine 360 Grad Drehung.


Nach dem Adrenalinrausch haben wir uns noch das schöne Goldgräberstädtchen Arrowtown angeschaut.

Hier kann man zwar noch Häuser von chinesischen Goldgräbern besichtigen, aber leider keine Minen.


Als nächstes Stand unsere längste Etappe an, die Fahrt über die ziemlich einsame Westküste an die Gletscher.
Einen kurzen schönen Stopp haben wir unterwegs an einem See in der Nähe des Lake Wanaka gemacht. Aber ansonsten hieß es einfach nur fahren, fahren, fahren.. 😉


Es gibt zwei große Gletscher in dieser Region den bekanntesten den Franz-Josef Gletscher und quasi seinen Bruder, den Fox Gletscher. Da beim Franz-Josef für den nächsten Tag schon alles ausgebucht war, entschieden wir uns für ein Heli und Hike Paket auf dem Fox Gletscher.
Es ging mit einem kurzen Hubschrauberflug rauf auf den Gletscher und dann mit einer geführten Wanderung für 2 h über das Eis. Eine wirklich coole und beeindruckende Erfahrung. Wir sind teilweise auch in kleine Höhlen aus Eis rein gegangen oder über „Eisrutschen“ gerutscht.. 😉


Abends haben wir auf unserem ersten DOC Campingplatz an einem See übernachtet. DOC Campingplätze werden von einem Verband in Neuseeland unterhalten und sind meist an schönen Orten in der Natur, allerdings auch meist recht einfache Campingplätze, ohne Duschen und häufig auch ohne Toiletten oder zumindest ohne Toiletten mit Klospülung.. 😉


Unser nächstes große Ziel von hier aus war der Abel Tasman Nationalpark ganz im Norden der Südinsel. Bis hierhin war es allerdings eine zu weite Strecke um sie an einem Tag zu fahren, daher haben wir eine Nacht an den sogenannten „pancake Rocks“ verbracht. Warum diese so heißen wird einem klar, wenn man die lustigen und auch nicht zu 100 Prozent wissenschaftlich erklärbaren Felsformationen sieht.. 😉


Nach einer endlos erscheinenden Fahrt von hier aus, sind wir dann endlich im Abel Tasman Nationalpark an unserem Lieblingscampingplatz unserer Reise angekommen.. 😉 Hier sind wir mal für 3 Nächte geblieben und es wurde auch etwas wärmer vom Wetter her hier.


Einen Tag verbrachten wir damit einen Teilabschnitt der Abel Tasman Wanderung zu laufen und zwar das längste Teilstück, das direkt an unserem Campingplatz endete, bzw. eigentlich beginnt. Wir haben uns jedoch mit dem Wassertaxi hinfahren lassen und sind dann die dann die 12,4 km zurück gelaufen. Es ist eine relative ebene, einfache Wanderstrecke am Meer entlang. Man kann immer wieder vom Weg aus an Aussichtspunkte oder Strände.
Leider war es immer noch etwas zu kalt um im Meer zu baden.. 😉

Am zweiten Tag haben wir eine Kayaktour entlang eines anderen Küstenabschnitts gemacht. War ganz nett, aber um ehrlich zu sein auch etwas zu teuer für das was man bekommen hat.. aber so hatten wenigstens unsere Beine von der Wanderung vom Vortag etwas Pause und es waren heute mal die Arme dran.. 😉


Danach ging es in die Weingegend Malborough unsere letzte Station auf der Südinsel.
Hier haben wir eine Wine and Bike Tour gemacht und sind mit dem Rad von Weingut zu Weingut gefahren. Mit der ein oder anderen Weinprobe oder auch des ein oder anderen Snacks oder Essens zwischendurch.. 😉
Es gab wirklich super schön angelegte Weingüter und auch ein paar sehr leckere Weine. Das absolute Highlight war allerdings das Mittagessen in einem super schönen Garten vom Weingut Hans Herzog. Man saß hier unglaublich schön und das Essen hat auch noch echt super gut geschmeckt. 😉


Der Ort Blenheim selbst, an dem wir übernachtet haben, war allerdings überhaupt nichts Besonderes. Super klein und verlassen und ohne Flair, wie einige Ortschaften an denen wir in Neuseeland waren..

Von hier aus ging es zur Fähre nach Picton um auf die Nordinsel überzusetzen.

In 2.5 Wochen sind wir damit fast einmal komplett um die Südinsel herum gefahren und haben an die 3000 km zurück gelegt. Da die Straßen hier sehr kurvig und uneben sind und es viel hoch und runter geht, waren das wirklich viele, viele ruckelnde Stunden im Auto.. Da wir von dieser Fahrerei etwas genervt waren, haben wir uns für die Nordinsel vorgenommen nur noch kürzere Etappen zu fahren, auch wenn wir dann vielleicht etwas weniger sehen können..

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