Spartan race in Hangzhou

Mittlerweile bereits vor 3 Wochen war ich am Wochenende mit meinem Spartan Team auf einem Spartan Race in Hangzhou. Mein allererstes Spartan Race und das obwohl ich mit der Gruppe nun schon seit 1.5 Jahren trainiere.. 😉 Daher musste ich es unbedingt noch auf ein Spartan Race schaffen, bevor unsere Zeit hier in China zu Ende geht.. 😉

Vielleicht aber erstmal was sich hinter dem Namen Spartan eigentlich verbirgt.. 😉

Die Idee dazu stammt, glaube ich, von jemanden aus Amerika, der mittlerweile stinke reich geworden ist. Der Name Spartan kommt vom griechischen Sparta bzw. Spartakus und so bezeichnen sich auch die „Krieger“ bzw. „Kämpfer“ des Rennens, er soll Stärke und Ausdauer ausdrücken.

In Deutschland gibt es so etwas ähnliches auch, wird bei uns aber „Mud Race“ genannt und ob es genau das gleiche ist weiß ich nicht, ich habe nämlich auch noch nie an einem Mud Race teilgenommen.. 😉

Es geht auf jeden Fall darum in der Natur, im Wald querfeldein zu laufen und dabei Hindernisse unterschiedlicher Art zu überwinden. Die Hindernisse erinnern teilweise ein bisschen an die Ninjia Warriors, die in Deutschland manchmal im Fernsehen zu sehen sind.

Das Ziel des Team Race, welches wir gemacht haben, ist sich gegenseitig zu helfen und als Team die Strecke und die Hindernisse zu überwinden. Wenn man ein Hindernis nicht schafft, ist man nicht raus aus dem Wettkampf, sondern muss statt dessen 30 Burpees machen. Burpees sind ja mittlerweile überall im Fitness der Renner, Hock-Streck Sprünge kombiniert mit einem Liegestütz zwischendurch.

Auf jeden Fall unglaublich anstrengend diese Burpees und eine recht ordentliche Strafe dafür, wenn man ein Hindernis nicht schafft. Das Hindernis zu bewältigen ist auf jeden Fall weniger anstrengend, wenn man es denn kann.. 😉

Es gibt 3 verschiedene Kategorien von Spartan Läufen: Sprint, Super und Beast. Diese unterscheiden sich in der Länge der Strecke, die es zu rennen gilt. 5 km, 12 km und 21 km. Mit jeweils 20, 25 und 30 Hindernissen. Es geht dabei meistens auch noch den Berg rauf und runter, so dass es noch einmal anstrengender wird und die Strecke sich nochmal länger anfühlt..

Unsere Strecke war zum Glück eine Sprintstrecke und daher nur 5,6 km lang. Das finde ich für den Anfang aber auch mehr als ausreichend, zumal ich eh nicht gerne renne.. 😉 Im Wesentlichen wird ja bei den größeren Läufen auch nur die Strecke länger und nicht so sehr die Anzahl an Hindernissen. 😉

Unser Training, das wir einmal in der Woche als Spartan Training machen, ist im Wesentlichen ein Zirkeltraining im Park. Es ist ein extrem gutes Workout. Es ist super anstrengend und bringt einen dazu an seine Grenzen zu gehen. Es ist draußen und wir machen es immer als Gruppe und versuchen uns gegenseitig zu pushen. Das sind die eigentlich Gründe aus denen ich dorthin gehe und nicht wegen der Spartan Läufe. Trotzdem wollte ich unbedingt mal an so einem Lauf teilnehmen.. 😉 Dann kann ich zumindest auch mal mit reden.. 😉

Deswegen ging es am Wochenende am frühen Samstagmorgen mit dem Bus nach Hangzhou. Am Wochenende früher aufstehen als wenn ich arbeiten gehe, für mich eine Horrorvorstellung!!! Aber wir sind ja schließlich Spartans, das sind Kämpfer, die nicht jammern und für die es keine Ausreden gibt.. 😉 zumindest so in der Theorie.. 😉 innerlich habe ich ordentlich geflucht.. 😉

Nach 4 h Fahrt sind wir endlich angekommen. Unsere Gruppe war bei diesem Lauf besonders groß, wir waren in Summe 20 Leute.

Wir sind am Anfang zwar fast alle gemeinsam gestartet, haben uns dann aber auf der Strecke doch eher in 2 Gruppen aufgeteilt.

Es ging wie gesagt einen Berg hoch und wieder runter und auch etwas querfeldein. Insgesamt gab es 20 Hindernisse zu überwinden. Es gab einige Wände über die wir klettern mussten, wir mussten Sandsäcke schleppen oder auch an einem Seil hoch ziehen, verschiedene andere Gegenstände schleppen, an Ringen und Leitern entlang hangeln, ein Seil hoch klettern, durch Schlammlöcher und unter Stacheldraht entlang robben und vieles mehr.. 😉 Ein gewisse Ähnlichkeit vielleicht auch mit dem Militärtraining.

Nach 1.5 h etwa waren wir alle im Ziel angekommen. Der schnellste von uns hat es in der halben Zeit geschafft, er ist allerdings aber auch alleine gelaufen und hat nicht auf die Gruppe gewartet. Uns ging es jedoch eher um den Spaß und darum es gemeinsam als Team zu meistern.

Nach dem Lauf waren wir alle komplett von unten bis oben mit Matsch voll. So schmutzige Klamotten hatte ich noch nie, viele schmeißen ihre Klamotten und Schuhe danach sogar weg.. 😉

Nach dem Lauf wollten wir ursprünglich noch etwas vor Ort bleiben, wir hatten nämlich super Glück mit dem Wetter und es war strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Es gab im Ziel zwar auch einen DJ und Musik, aber nicht wirklich etwas zu essen oder zu trinken. Was ich äußerst seltsam fand. Da es mittlerweile schon 16 Uhr war und wir alle noch nichts zu Mittag gegessen hatten, beschlossen wir weiter in unser Hostel zu fahren.

In Hangzhou herrscht ein unglaublicher Verkehr, so dass wir erst etwa 2 h später in unserem Hotel angekommenen sind. Das lag allerdings auch daran, dass unser Bus uns an einer falschen Stelle raus gelassen hat, wo es irgendwann aufgrund von einer Baustelle nicht mehr weiter ging und wir alles wieder zurück mussten.. 😉

Im Hostel angekommen sind wir alle erstmal unter die Dusche den ganzen Schlamm abwaschen. Der Schlamm war wirklich überall, selbst bis auf die Unterwäsche… 😉

Dann ging es endlich was essen. Das nächste Hindernis, das es hier jedoch zu bewältigen gab, war der Verkehr in Hangzhou, der war einfach unglaublich besch.. Wir haben es alle zunächst mit dem Taxi versucht, wobei wir nachdem unser Fahrer total rumgeflucht hat über den Verkehr, unterwegs auf die Metro umgestiegen sind. Andere haben sich unterwegs für Mietfahrräder anstelle von Taxi entschieden, wieder andere haben wacker im Taxi ausgehalten. Irgendwann waren wir alle angekommen und hatten uns unser Abendessen wirklich redlich verdient.. 😉 Mittlerweile war es nämlich schon 19 Uhr und das letzte richtige Essen, unser Frühstück, lange her.. 😉

Nach dem Essen sind wir noch etwas in einen Club gegangen um unseren erfolgreichen Lauf zu feiern.

Das absolute Highlight des Clubs war, als plötzlich ein Pikatchu Lied lief, bei dem Pikatchus auf die Bühne kamen und dort angefangen haben zu tanzen und Laser aus ihren Augen zu schießen.. 😉 Sehr skurril.. 😉 auch der Songtext der fast nur aus dem Wort Pikatchu bestand.. 😉

Ein riesen Club mit leider nur elektronischer Musik bzw. nur Techno Musik. Nicht wirklich mein Fall, aber das ist eben die gängige Musikrichtung, die hier in den Clubs gespielt wird..

Am Sonntag waren wir dafür aber alle unglaublich müde. In so einem Hostelzimmer mit einigen Leuten schläft es sich auch einfach nicht so gut.. 😉

Wir sind Sonntag morgens noch etwas durch die Altstadt um unser Hostel herum gelaufen und frühstücken gegangen.

War wieder super Wetter sonntags und hat gut getan einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen, bevor es um 13 Uhr wieder mit dem Bus zurück nach Wuxi ging.

Um 17 Uhr war ich dann wieder zuhause und das Wochenende auch schon quasi wieder rum. Das letzte Hindernis, das es allerdings noch zu bewältigen gab, war die Klamotten wieder vom Schlamm zu befreien.. 😉

Und nun kann ich stolz von mir behaupten ein echter Spartan zu sein.. 😉 oder zumindest ein kleiner.. 😉 Aroo!! (Schlachtruf der Spartans)

Bis zum nächsten Mal meine lieben Wuxi Warrior Teamkollegen! 😉

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