Wochenende in Qingdao – der Stadt des Biers

Vorletzten Freitag hatte meine Firma einen Tag geschlossen. Daher hatte ich ein langes Wochenende, das ich genutzt habe dem aktuell super heißen Wuxi zu entfliehen und Freunde in Qingdao zu besuchen.

Obwohl es in Qingdao auch nicht wirklich kühl war um ehrlich zu sein.. 😉 Aber immerhin ein paar Grad kühler und es liegt am Meer, so dass meistens wenigstens ein Wind geht.

Qingdao ist die Stadt des Biers, hier kommt das bekannteste, chinesische Bier “Tsingtao” her. Die Brauerei wurde ursprünglich von Deutschen gegründet. Daher findet man auch noch ein paar alte, europäische Gebäude in Qingdao. Außerdem findet hier im Sommer einen Monat lang, ein riesen großes Bierfest statt. Dieses hatte bereits begonnen als ich in Qingdao war, so dass wir es besuchen konnten. Eine der Hauptattraktionen in Qingdao.. 😉

Donnerstag nach der Arbeit ging es los mit dem Flieger von Wuxi nach Qingdao. Natürlich mit einer ordentlichen Verspätung.. 😉 alle Flieger am Abend in Wuxi sind verspätet.. 😉 dafür ist aber der Flughafen nicht weit weg und die Abläufe dort gehen sehr schnell.

Es war unglaublich schwierig ein bezahlbares Hotel in Qingdao zu finden. Daher habe ich in einem relativ kleinen Hotel oder eher Hostel übernachtet. Dieses war leider nicht so leicht zu finden. Aber zum Glück kann ich mittlerweile etwas Chinesisch sprechen und so habe ich es mit Hilfe des Taxifahrers und der Instruktionen über Telefon vom Hotel dann doch gefunden.. 😉

Mein Hotel war ganz in der Nähe vom Meer, daher bin ich Freitag vormittags erstmal etwas am Meer und am Strand entlang gelaufen. Allerdings war es unglaublich heiß, so dass ich daran nach einer Weile nicht mehr so viel Spaß hatte.. 😉

Der Strand selber war ganz nett, aber relativ voll mit Menschen und das Meer voll mit Algen. Obwohl von Arbeitern von der Stadt versucht wird den Strand von den Algen zu befreien. Das ist wohl aber leider ein typisches Problem, das Qingdao im Sommer hat.

Um der Hitze etwas zu entkommen, ging es nach dem Mittagessen gemeinsam mit meiner Freundin erstmal in eine Shopping Mall.. 😉

Nachmittags sind wir dann nach Badaguan gegangen. Das ist ein Viertel in dem noch viele der alten europäischen Häuser und Villen stehen. Es ist daher architektonisch recht interessant. Es ist außerdem sehr grün, überall schöne Alleen und auch ein paar Parkanlagen.

Allerdings war es einfach etwas zu heiß, um die Zeit dort richtig zu genießen. Der einzige Ort, an dem man es angenehm aushalten konnte, war auf einem kleinen Hügel am Ende des Viertels mit der vom Meer kommenden Brise.

Abends haben wir am Meer chinesisches BBQ gegessen und natürlich ein kühles Bier dazu getrunken. 😉

Am nächsten Tag ging es nach einem leckeren Mittagessen aufs Bierfest. Das allerdings ziemlich außerhalb liegt, so dass wir eine Stunde mit dem Taxi dorthin gefahren sind. Der Verkehr war wie in jeder anderen chinesischen Großstadt eine Katastrophe.. 😉

Das Fest ist auf einem extra dafür angelegten Gelände und echt riesig. Es gibt kleinere Gebäude mit Biergarten und Essen, sowie auch ein paar Fahrgeschäfte. Es gibt aber auch viele Zelte, in denen es Bier der unterschiedlichen Brauereien gibt.

Wir waren in zwei Zelten, einmal im Tsingtao Zelt (natürlich ;)) und einmal im Warsteiner Zelt, das einzige Zelt von einer deutschen Biermarke.

Im Zelt selbst sieht es optisch eigentlich ganz cool aus. In einigen sind große Bierfässer aufgestellt. Von denen gezapft wird. Es gibt sogar auch Bier in Maßkrügen.

Das Essen ist allerdings natürlich etwas anders als bei uns in Deutschland auf Bierfesten. Es wird viel Fleisch oder Seafood am Spieß vom Grill gegessen. Oder auch Muscheln sind sehr beliebt. Im Tsingtao Zelt gab es deutsche Wurst. Zumindest wurde sie als solche bezeichnet, daher musste ich diese natürlich probieren. War etwas lustig sie mit Stäbchen zu essen und so ganz hat sie mich um ehrlich zu sein auch nicht überzeugt.. 😉

Aber wir sind eben auch nicht in Deutschland hier.. 😉

Ab 18 Uhr gibt es Musik in den Zelten. Allerdings komplett nur chinesische Musik, überwiegend mit DJ, und nur Techno Musik. Diese Musikrichtung ist in China super beliebt.

War aber trotzdem sehr lustig, auch wenn wir, die wenigen Ausländer dort, die einzigen waren die auch getanzt haben. Die Chinesen genießen das Fest und das Bier lieber im Sitzen scheint es.. 😉

Am Sonntag sind wir gemeinsam frühstücken gegangen. War sehr lecker. Dabei haben wir in der Mal, in der wir auch frühstücken waren, einen Abercrombie and Fitch Laden entdeckt. Da es in China nicht so einfach ist zu shoppen als Ausländer mit einer etwas anderen Statur als die Chinesen, ist normalerweise die Auswahl begrenzt auf entweder H&M oder die ganz teuren Marken, bei denen ich nie einkaufen würde.. 😉

Daher sind wir kurz in den Laden rein gegangen und wurden alle auch fündig.. 😉

Im Anschluss ging es in die alte Tsingtao Brauerei, die auch gleichzeitig ein Museum ist.

Sie wurde, wie bereits erwähnt, von Deutschen 1903 gegründet. Ging nach dem ersten Weltkrieg aber in japanische Hand über und ist mittlerweile eine rein chinesische Brauerei. Sie braut aber auch weiterhin nach dem deutschen Reinheitsgebot und ist eine der größten Brauereien der Welt.

Um die Brauerei herum ist die sogenannte Straße des Biers. In Qingdao dreht sich eben alles um das Bier.. 😉

So gibt es hier zum Beispiel auch Sitzbänke in Form von Bierflaschen.. 😉

Nach dem Besuch der Brauerei ging es für mich dann auch schon wieder zum Flughafen. Und das Wochenende in der chinesischen Stadt des Bieres war damit leider bereits beendet.

Besonders viel gibt es in Qingdao um ehrlich zu sein nicht zu sehen.. 😉 Die Stadt ist hauptsächlich bekannt für ihr Bier, das Seafood und das Meer. Wenn es nicht ganz so heiß gewesen wäre, gibt es noch einen Berg in der Nähe den man besuchen kann. Um auf einen Berg zu steigen war es aber wirklich einfach zu heiß.. 😉

Es war ein schönes Wochenende und vor allem war es schön meine Freunde aus Wuxi einmal wieder zu sehen. Sie sind leider Anfang des Jahres von Wuxi weg nach Qingdao gezogen. So hatte ich aber wenigstens einen guten Grund der drückenden Hitze in Wuxi etwas zu entkommen und mir Qingdao anzuschauen.. 😉

Im moderneren Viertel Shinan gibt es abends eine ganz coole Lichtershow. Die Hochhäuser werden beleuchtet und wechseln synchron ihre Farben. Das soll super anzusehen sein, leider bin ich nicht dazu gekommen es mir anzusehen. Ich bin nur im Taxi an den beleuchteten Häusern vorbei gefahren. Das sah auch schon ganz cool aus. 😉

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